Der biblische Gottesname

Prof. Rainer Mayer nimmt in seinem Artikel „Der biblische Gottesname, oder: Soll Gott nicht mehr HERR genannt werden“ die Beobachtung, dass in heutigen Gottesdiensten die Anrede an den Herrn, unsern Gott, zurücktritt, zum Anlass, die Bedeutung des Gottesnamens biblisch zu entfalten. Der Artikel erschien in „Diakrisis 3/2020“ und wird mit freundlicher Genehmigung der Redaktion und des Autors an dieser Stelle erneut veröffentlicht.

Ergänzende Anmerkung zu S. 140 Mitte: „(auch Christen sollten das beachten)“: Allerdings gibt es im AT und umgekehrt auch im NT auch kein ausdrückliches Verbot, den Namen auszusprechen. Es wird im AT zum Gebet zu JHWH angeleitet; im NT zu dem Gott, der sich in Jesus Christus offenbart hat, den Christen vor allem mit den Worten „unser Vater“ und „himmlischer Vater“ anreden dürfen. Der Missbrauch des Gottesnamens wird in den Zehn Geboten jedoch klar untersagt. Wenn der JHWH-Name im Bereich von Wissenschaft und Gemeinde dennoch einmal ausgesprochen wird, kann das den Sinn haben, damit eine klare Abgrenzung zur allgemeinen Rede von „Gott“ zu vollziehen.